#94 Schnittstelle WMS und MES mit Simon Kallinger

Podcast Industrie 4.0 | Der Expertentalk für den Mittelstand

Komplexe Lager benötigen ein WMS um effizient zu bleiben, klar. Und wenn eine Produktion von Anfang bis Ende so richtig durchgetaktet arbeiten soll, braucht es ein MES. Und jetzt kommts:

Wie können beide Systeme sinnvoll zusammenspielen? Über dieses spannende Thema spricht Andrea heute mit unserem Gast Dr. Simon Kallinger, Senior Project Manager bei der IWL AG.

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Heute also so RICHTIG Industrie 4.0 und Digitalisierung. Wie kann also der Datenfluss zwischen den Systemen aussehen? Und welche Herausforderungen kommen früher oder später auf?

Außerdem sprechen wir auch über mögliche Synergieeffekte und natürlich das Wichtigste: Zahlt sich der Aufwand wirklich aus? Wie viel Zeit und Geld kann tatsächlich eingespart werden? Beim Thema Sparen pumpt unser Schwabenherz natürlich ganz besonders wild – wenn in dir au a bissl a Schwob steckt – hör direkt mal rein!

Das Transkript zur Podcast-Folge: Schnittstelle WMS und MES

ANDREA SPIEGEL: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Industrie 4.0 – Der Experten-Talk für den Mittelstand. Wir haben in diesem Podcast immer mal wieder über das WMS gesprochen – das ist ein Warehouse-Management-System. Und ganz selten kam, glaube ich, auch mal das MES zur Sprache – also ein Manufacturing Execution System.
Heute schauen wir uns quasi noch einen Schritt weiter an: wie diese beiden Systeme vielleicht auch sinnvoll miteinander interagieren können, wie man sie im Produktionsumfeld nutzen kann und was das natürlich auch mit Digitalisierung und Industrie 4.0 zu tun hat.
Dafür habe ich wie immer einen spannenden Gast bei mir. Heute ist Dr. Simon Kallinger bei mir. Er ist Senior Project Manager bei der IWL AG. Schön, dass du da bist.
SIMON KALLINGER: Ja, freut mich auch sehr, hier zu sein. Vielen Dank.
ANDREA SPIEGEL: Wie immer an dieser Stelle noch kurz der Hinweis: Auch diese Folge gibt’s wieder als Video auf YouTube. Also schaut da gerne mal vorbei, wenn ihr wissen wollt, wem ihr da so zuhört.

ANDREA SPIEGEL: Simon, ich hab’s gerade schon angeteasert – du darfst mal ein bisschen erzählen: Wer bist du, was machst du und was macht auch die IWL?
SIMON KALLINGER: Ja, ein bisschen was hast du schon gesagt. Ich habe zum Thema Lean-Philosophie promoviert – konkret zu Lean Warehousing. Da waren die Themen WMS, MES und auch Methoden wie Pull schon enthalten – worüber wir sicher nachher noch sprechen werden.
Ich bin Familienvater und arbeite bei der IWL. Die IWL ist ein Logistikberatungsunternehmen mit Sitz in Ulm. Wir lösen gemeinsam mit unseren Kunden komplexe logistische Aufgabenstellungen – und das schon seit 40 Jahren.
ANDREA SPIEGEL: Hört sich spannend an – macht immer noch Spaß, sozusagen?
SIMON KALLINGER: Macht immer noch Spaß. Ich bin auch noch gar nicht so lange dabei – erst seit zwei Jahren. Aber in der Intralogistik bin ich seit circa 18 Jahren unterwegs.
ANDREA SPIEGEL: Mhm, das ist gut – das heißt, wir können heute auf dein geballtes Wissen zurückgreifen.
SIMON KALLINGER: 18 Jahre bringe ich mit – damit kann ich glänzen.
ANDREA SPIEGEL: Das hört sich gut an.

ANDREA SPIEGEL: Bevor wir loslegen – ich hab dich ja schon vorgewarnt, oder vielleicht auch „angedroht“, je nachdem, wie man das sehen möchte – habe ich eine Frage, die erst mal nichts mit dem Thema zu tun hat. Damit wir dich noch ein bisschen besser kennenlernen.
Ich habe mir überlegt: Was ist der merkwürdigste Gegenstand in deinem Besitz – und warum hast du ihn behalten?
SIMON KALLINGER: Ui, puh, da gibt’s, glaube ich, eine ganze Menge. Spontan ist mir jetzt tatsächlich einer eingefallen.
Ich weiß nicht – im Alter entwickelt man manchmal so … nicht ganz so schöne Dinge, wie zum Beispiel das Schnarchen, das dann immer stärker wird.
Auf der Suche nach einem passenden Tool, das das verhindert – damit ich wieder mit meiner Frau in einem Bett schlafen kann – probiert man so einiges aus.
Ein Gegenstand ist da besonders hängen geblieben: Das ist so eine Art Schnuller, der irgendwie die Zunge ansaugt. Und dadurch, dass die Zunge dann nicht in den Rachen fällt, soll man nicht mehr schnarchen können.
Das habe ich noch – es hat nie richtig funktioniert, liegt aber immer noch in meiner Nachttischschublade.
ANDREA SPIEGEL: Aber der Wille war da.
SIMON KALLINGER: Mittlerweile habe ich das sehr professionell gelöst – mit so einer richtigen CPAP-Maschine, tatsächlich.
ANDREA SPIEGEL: Mensch! Sehr gut. Vielen Dank für den Einblick.

ANDREA SPIEGEL: Dann schauen wir uns jetzt mal an, was wir versprochen haben – nämlich, was ein MES und ein WMS zusammen so erreichen können.
Ich habe mich ein bisschen eingelesen – kann aber jetzt nicht auf 18 Jahre Erfahrung zurückblicken, schon gar nicht in diesem Bereich – und mich gefragt, ob ein MES und ein WMS eine gute Grundlage dafür sind, um langfristig diese heißbegehrte Smart Factory zu realisieren. Und ob das deiner Meinung nach miteinander zusammenhängt.
SIMON KALLINGER: Definitiv. Bis zur Smart Factory ist es – auch nach der Verbindung dieser beiden Systeme – sicherlich noch ein weiter Weg. Aber ich würde sie wirklich als Grundstein bezeichnen, um überhaupt in Richtung Smart Factory denken oder sich auf den Weg dorthin machen zu können.

ANDREA SPIEGEL: Und dann habe ich mich direkt im Anschluss gefragt: Warum braucht man eigentlich zwei Systeme? Warum brauche ich ein Warehouse-Management-System und ein MES, wenn ich sie am Ende sowieso wieder zusammenführe? Könnte man das nicht einfach in einem System abbilden?
SIMON KALLINGER: Gut, also – die Funktionalitäten der Systeme sind heute durchaus aufgeweicht. Es gibt keine ganz starren Grenzen mehr. Es gibt beispielsweise auch Bestandsverwaltungsfunktionen im MES oder Möglichkeiten, AMRs zu steuern und Ähnliches.
Aber es handelt sich dabei um zwei sehr spezialisierte Systeme mit jeweils spezifischen Aufgaben – und genau dafür wurden sie entwickelt und programmiert.
Ein WMS gibt es beispielsweise schon seit den 1960er-Jahren. Da steckt also viel gewachsenes Know-how drin, das ein MES nicht einfach so aufholen oder vollständig integrieren kann. MES-Systeme gibt es seit den frühen 1980er-Jahren.
Und ich bin ein großer Fan davon, für jede Aufgabe das jeweils passende System zu nutzen. In Kombination ergänzen sich die beiden dann optimal.
ANDREA SPIEGEL: Jetzt hast du schon angedeutet: Das WMS ist eher für Lagerprozesse und Lagerlogistik interessant, während das MES eher in Richtung Produktion geht. Kannst du uns das vielleicht noch etwas genauer erklären?

ANDREA SPIEGEL: Ich will jetzt nicht in die genaue Definition von beiden Systemen eintauchen, aber was sind so die Hauptmerkmale der beiden Systeme? Wo unterscheiden sie sich vielleicht auch grundlegend?
SIMON KALLINGER: Wie du schon gesagt hast: Ein WMS kümmert sich um Lagerbestände, um die Optimierung und um alle logistischen Prozesse von der Wareneingangsbearbeitung bis zum Warenausgang. Dahinter stecken viele feine Finessen, unterschiedliche Module und Strategien. Ein MES kann zwar auch Bestände verwalten, aber nicht in diesem Umfang. Das WMS ist dafür geboren und programmiert worden.
Das MES ist hingegen für die Feinplanung in der Produktion zuständig. Es sorgt für optimierte Abläufe, Maschinendatenerfassung, Betriebsdatenerfassung, Qualitätssicherung und Instandhaltung. All das kann ein WMS nicht leisten. Deshalb gibt es eine Schnittmenge, weil Produktionslogistik ja immer noch mit Logistik zu tun hat. Die Anforderungen sind ähnlich: das richtige Material, im richtigen Zustand, in der richtigen Qualität, zur richtigen Zeit in der Produktion zur Verfügung zu stellen. Wer könnte das besser als das WMS?
ANDREA SPIEGEL: Das stimmt. Im Prinzip wird es interessant, wenn eine Firma sowohl Produktion als auch Lager hat und idealerweise die Logistikprozesse miteinander verbinden möchte.
SIMON KALLINGER: Genau. Das ist der ideale Zustand, wenn man beide Systeme vereint. Oft existieren WMS und MES dann zwar nebeneinander, sprechen aber nicht direkt miteinander. Sie tauschen höchstens vertikal Daten mit dem ERP aus, haben aber keine direkte Verzahnung miteinander. Und genau das ist der Fehler. Man bräuchte das „magische Dreieck“: WMS, MES und ERP müssten alle miteinander kommunizieren.
ANDREA SPIEGEL: Warum ist das so? Du bist ja nicht der Erste, der auf die Idee kommt, die Systeme zu verknüpfen. Warum tun es trotzdem viele Unternehmen nicht?
SIMON KALLINGER: Lass mich mal kurz ausholen, wie ich das erlebt habe: Vor etwa 18 Jahren bin ich in das Thema Logistiksoftware und WMS reingewachsen. Damals hatten wir eine Anfrage von einem produzierenden Unternehmen. Bereits der Chef und Projektleiter warnten uns: „Schwierige Produktion, das wird viel zu komplex. Wir machen nur Lager.“ Wenn etwas in die Produktion geschickt werden musste, stellten sie es an einen Sammelplatz, und die Produktion holte es sich dort ab.
ANDREA SPIEGEL: Wie so ein Umschlagsplatz quasi.
SIMON KALLINGER: Genau. Das erschien mir erst komisch, aber je länger ich dabei war und die Anforderungen verstand, habe ich mich gefragt: Warum diesen Graben zur Produktion nicht überbrücken? Ein WMS kann ja logistisch genau das richtige Material in der richtigen Menge bereitstellen. Warum kann man nicht auch die Produktion direkt einbinden? Ich weiß nicht genau, ob das deine Frage beantwortet … Ich glaube, noch nicht so richtig oder?
ANDREA SPIEGEL: Die Richtung stimmt schon. Aber um zu verstehen: Warum sind diese Systeme nicht einfach von vornherein verknüpft? Was hält einen davon ab? Warum arbeiten viele Firmen eher vertikal mit dem ERP, statt auch horizontal zu denken?
SIMON KALLINGER: Das liegt natürlich an der Historie. Die Systeme sind unterschiedlich alt, unterschiedlich gewachsen und wurden zu verschiedenen Zeiten eingeführt. Es ist auch ein kulturelles und organisatorisches Thema. Produktion und Logistik sitzen oft in getrennten Silos. Sie haben unterschiedliche Anforderungen und Arbeitsschwerpunkte.
Die Logistik würde am liebsten nur Vollpaletten von A nach B schieben – das wäre ihr einfachstes Leben. Die Produktion braucht aber genau für jeden Fertigungsschritt das richtige Material in der richtigen Stückzahl. Eine riesige Palette würde unnötig Platz in der Produktion blockieren. Es sind also unterschiedliche Denkweisen und Anforderungen, die dazu führen, dass man nicht von Anfang an an eine Verzahnung denkt.
ANDREA SPIEGEL: Der Begriff „Smart Factory“ klingt toll, aber es ist eben nicht so einfach, dorthin zu kommen.
SIMON KALLINGER: Genau. In meiner Promotion habe ich herausgefunden, dass viele Firmen von Lean-Philosophie begeistert sind. Es gibt tolle Kennzahlen, Best Practices und Beispiele. Aber dann scheitern sie daran, die Philosophie nachhaltig einzuführen, sodass sie im ganzen Unternehmen gelebt wird. Die Grundidee ist ähnlich: Man denkt, es wäre clever, WMS und MES zusammenzuführen.
Doch das ist dann schon Grundlagenforschung. Ich habe ein Leuchtturmprojekt betreut, in dem wir als erstes Unternehmen überhaupt eine Standardschnittstelle vom WMS zum MES entwickelt haben. Das war intensiv: Man muss sich technisch abstimmen und gegenseitig verstehen, weil Logistiker und Produktionsleute einfach anders denken.
ANDREA SPIEGEL: Ja, jeder hat seinen eigenen Scope, in dem er sich bewegt.
SIMON KALLINGER: Genau.

ANDREA SPIEGEL: Angenommen, ich habe mich als Unternehmen entschieden, dass wir die Brücke zwischen WMS und MES bauen wollen – weil wir verstanden haben, dass dieser Graben existiert und dass uns das Richtung Smart Factory weiterbringt. Wie gehe ich da praktisch vor? Du hast vorhin schon gesagt, dass ihr eine Schnittstelle entwickelt habt.
Es gibt ja verschiedene WMS-Anbieter und auch verschiedene MES-Anbieter. Muss ich dafür erst einmal alle Systeme auf denselben Stand bringen? Oder gibt es alternative Vorgehensweisen?
SIMON KALLINGER: Grundsätzlich ist es wichtig, intensive Workshops durchzuführen. Dabei klärt man, wie der Datenaustausch aussehen soll und welche Prozesse betroffen sind. Ganz entscheidend ist, die Verantwortlichkeiten und Hoheiten klar festzulegen: Bis wohin reicht das WMS, und ab wann übernimmt das MES? Danach etabliert man die passende Schnittstelle. Das ist kein Hexenwerk, aber historisch haben viele IT-Leiter eine regelrechte „Urangst“ vor zusätzlichen Schnittstellen. Diese Angst muss man überwinden, um die Potenziale zu heben.
Inzwischen gibt es immer mehr WMS-Anbieter, die solche Projekte schon umgesetzt haben. Daher lohnt es sich, Referenzen anzuschauen. Es kann auch sinnvoll sein, einen externen Experten zu beauftragen, der bereits Erfahrung mit WMS-MES-Verknüpfungen mitbringt. Eine standardisierte Schnittstelle oder eine Partnerschaft mit einem bekannten Anbieter hilft dabei zusätzlich.
ANDREA SPIEGEL: Du hast gerade betont, dass man definieren muss, wer die Hoheit über welche Daten hat. Es gibt sicher Daten, die zusammengeführt werden müssen, weil sie ähnliche Inhalte betreffen – zum Beispiel, wenn Ware von der Logistik in die Produktion übergeben wird. Wie legt man das konkret fest? Wie organisiere ich diesen Prozess? Wen brauche ich dafür? Was braucht man im Vorfeld? Wie viel Zeit muss man einplanen, bis alles steht?
SIMON KALLINGER: Das hängt stark von den beteiligten Partnern ab: Wie tief sind sie technisch vernetzt, welche Standards kennen sie bereits? In unserem Fall haben wir Grundlagenforschung betrieben. Das hat ungefähr anderthalb bis zwei Jahre gedauert, bis wir sagen konnten: Okay, wir haben jetzt einen verbindlichen Plan für die Schnittstelle und wissen genau, wer was verantwortet. Wenn man nicht ganz neu anfängt, geht das heute wahrscheinlich deutlich schneller.
Am besten bindet man alle Fachabteilungen ein, die relevantes Wissen beitragen können: Produktion, Logistik und auch den Vertrieb – zum Beispiel, welche Anforderungen aus Kundenstornierungen resultieren. Dieses geballte Wissen hilft letztlich dabei, ein stabiles Gesamtsystem zu schaffen.

ANDREA SPIEGEL: Das klingt insgesamt durchaus komplex. Beim Thema Digitalisierung geht es ja letztlich immer darum, Zeit und Geld zu sparen und effizienter zu werden.
Würdest du sagen, dass sich der Aufwand am Ende tatsächlich in Effizienzsteigerung niederschlägt? Im Moment höre ich erst einmal, was man alles machen muss und wie zeitintensiv das ist. Ist es wirklich effizienter, wenn die Systeme vernetzt sind? Oder steht vielleicht ein anderer Mehrwert im Vordergrund?
SIMON KALLINGER: Die Verknüpfung bringt wirklich erheblichen Mehrwert für alle Beteiligten und für das gesamte Unternehmen. Sie ist letztlich der Grundstein für die Smart Factory. Ein ganz konkretes Beispiel: Durch die bessere Transparenz und Effizienz aller Prozesse steigert sich die Liefertreue. Zufriedene Kunden führen zu mehr Umsatz, weil sich gute Erfahrungen herumsprechen.
In dem genannten Projekt hat sich zum Beispiel der OEE (Overall Equipment Effectiveness) bereits ein bis zwei Monate nach Einführung der Schnittstelle um zehn Prozent erhöht. Anschließend liefen noch Optimierungsmaßnahmen. Der Projektleiter war damals überzeugt, dass er weitere zehn Prozent Verbesserung erzielen kann, sobald das System voll eingespielt ist. Das zeigt: Die Effekte sind spürbar und lohnen den Aufwand.

ANDREA SPIEGEL: Gibt es denn Unternehmen, bei denen du sagen würdest, es lohnt sich nicht, WMS und MES zu verknüpfen? Also, gibt es da eine Art Produktionsvolumen oder eine Kennzahl, an der man ablesen kann, ob sich der anfängliche Invest wirklich auszahlt? Oder ist das eher individuell?
SIMON KALLINGER: Das ist tatsächlich individuell, denn man muss den Invest in Relation setzen. Wenn beide Systeme schon existieren, eingeführt sind und die Lizenzen bezahlt sind, muss man meist „nur“ noch die Schnittstelle schaffen. Dann sind die Kosten für die Verknüpfung überschaubar.
Eine diskrete Fertigung ist dabei meistens prädestinierter: Dort hat man verschiedene Komponenten und bis zu zehn Arbeitsschritte, bei denen Materialversorgung und -entsorgung koordiniert werden müssen. In solchen Szenarien steckt viel Potenzial, weil man Verschwendungen reduzieren kann. Statt dass ein Logistiker manuell Material verteilt, lassen sich Routenzüge, AMRs oder ein Kleinteile-Supermarkt automatisieren. Das entlastet hochbezahlte Fachkräfte wie Werker oder CAD-Techniker, die sonst Zeit damit verbringen, Material zu suchen und zum Arbeitsplatz zu tragen. Deshalb bringt die Verknüpfung in der diskreten Fertigung oft besonders großen Nutzen.
In einer Fließfertigung hingegen, bei der zum Beispiel Kunststoffgranulate regelmäßig befüllt werden müssen, ist das Potenzial etwas geringer. Dort lassen sich zwar auch Silos verwalten – aber der Effizienzgewinn ist in der Regel nicht so hoch wie bei der diskreten Fertigung.
ANDREA SPIEGEL: Es kommt also darauf an, wie groß der nächste Schritt sein soll, den ein Unternehmen macht.

ANDREA SPIEGEL: Digitalisierung ohne Daten kann man sich kaum vorstellen, weil sie die Grundlage ist. Welche Daten sind denn wirklich besonders wichtig? Welche kommen aus dem WMS, welche aus dem MES? Und welche Daten müssen in jedem Fall zwischen den Systemen ausgetauscht werden?
SIMON KALLINGER: Der Unterschied ist gar nicht so groß wie bei einem herkömmlichen Kundenauftrag, zumindest aus Sicht eines WMS. Dort hat man einen Kunden, verschiedene Positionen, ein Lieferdatum und die Rampe, an die geliefert werden soll. Man erkennt schon die Parallele: Die Produktion ist sozusagen der „interne Kunde“ mit denselben Bedürfnissen.
Ein Produktionsauftrag enthält eine Stückliste und einen Termin X, zu dem das Material an der Maschine sein muss. Das sind die Grunddaten, die zwischen WMS und MES ausgetauscht werden müssen. Dadurch kann das WMS intern Wegeoptimierungsstrategien verwenden und automatisierte Systeme wie Routenzüge ansteuern. Das rechtfertigt, dass das WMS in erster Linie diese Daten verwaltet.
Der Workflow sieht so aus: Das WMS unterteilt den Auftrag in Lagerpakete, konsolidiert sie gegebenenfalls und stellt dann just-in-time das Material an die richtige Maschine zu. Deshalb ist ein kontinuierlicher Datenaustausch nötig – auch Rüstzeiten müssen dabei berücksichtigt werden. Das WMS muss wissen, ab wann und zu welcher Maschine es liefern soll.
Wenn sich Pläne ändern, weil eine Maschine ausfällt oder gewartet werden muss, muss das MES sofort neu planen. Dadurch entstehen eventuell neue Ziele oder Lieferorte, an die das WMS liefern muss. Wenn beispielsweise ein Auftrag teilweise fertiggestellt ist und ein Halbfabrikat entsteht, meldet das MES an das WMS zurück: „Wir haben jetzt 1.000 Stück produziert, 500 davon sollen an Arbeitslinie A, 500 an Arbeitslinie B, oder 200 bleiben als Bestand im Lager.“ Daraus ergeben sich neue Lageraufgaben, Transportaufträge und Rüstanforderungen.
Außerdem sollte man nicht nur an Material denken: Werkzeuge, Betriebsmittel und Verbrauchsmaterialien kann man ebenfalls als Aufträge über das WMS laufen lassen, inklusive automatischer Bestandsführung. Auch Entsorgung von Restmaterialien oder Abfall lässt sich so steuern.
ANDREA SPIEGEL: Nur um das kurz zusammenzufassen: Die entscheidenden Daten kommen also aus dem MES, vor allem zeitliche Informationen wie „Wann ist welcher Auftrag wo geplant?“. Das WMS empfängt diese Daten und meldet lediglich zurück, ob das Material verfügbar ist oder in zehn Minuten angekommen sein wird, richtig?
SIMON KALLINGER: Genau. Ob Zwischenmeldungen nötig sind, hängt vom Einzelfall ab. Es kann aber sehr hilfreich sein, wenn das MES sofort zurückmeldet: „Auftrag erfüllt – du kannst jetzt mit dem nächsten Arbeitsschritt beginnen.“
ANDREA SPIEGEL: Und wie wichtig ist Echtzeit in diesem Prozess?
SIMON KALLINGER: Echtzeit ist hier entscheidend. Wir haben ja bereits über Fehlermöglichkeiten gesprochen: Wenn zum Beispiel Material fehlt, weil Stücklisten nicht korrekt gepflegt sind, muss das sofort ans WMS zurückgemeldet werden: „Ich brauche 200 Stück mehr.“
Genauso, wenn das WMS feststellt, dass ein Auftrag nicht in voller Menge kommissioniert werden kann, muss es dem MES umgehend mitteilen, damit der Auftrag neu geplant wird. Wenn beide Systeme in Echtzeit verzahnt sind, lassen sich solche Fehler vermeiden und Prozesse laufen deutlich reibungsloser.
ANDREA SPIEGEL: Dadurch vermeidet man Daten-Silos.
SIMON KALLINGER: Genau.
ANDREA SPIEGEL: Okay.

ANDREA SPIEGEL: Wie können Unternehmen das Ganze nachher gut unterstützen? Du hast es vorhin schon einmal am Rande angesprochen, das Thema IT-Struktur. Worauf muss man achten? Wie binde ich meine IT-Abteilung richtig ein, um ihnen den Mehrwert nahezubringen? Du hast gesagt, die IT ist oft nicht begeistert: „Noch eine Schnittstelle, noch mehr Vernetzung.“ Aber was muss ich von der infrastrukturellen Seite her bereitstellen? Brauche ich jemanden intern, oder kann ich das mit einem externen Dienstleister umsetzen? Was sind da deine Erfahrungen?
SIMON KALLINGER: Das hängt natürlich davon ab, wie gut oder wie breit aufgestellt die IT des Kunden ist. Grundsätzlich laufen sowohl WMS als auch MES auf der vorhandenen Server-Infrastruktur des Unternehmens. Die ganzen Technologien, die man später für eine Smart Factory braucht – etwa Sensoren oder IoT-Devices – sind noch einmal eine andere Baustelle. Wenn es aber nur darum geht, WMS und MES miteinander sprechen zu lassen, ist das eigentlich der einfachste Part. Für mich ist das ein normales Projektgeschäft: Man führt Prozess-Workshops und Schnittstellen-Workshops durch. Klar, das braucht Zeit, damit sich alle erst einmal verstehen. Aber dafür benötigt man keine spezielle Infrastruktur.
ANDREA SPIEGEL: Und du hast ja schon Erfahrung damit. Kannst du uns einen Einblick geben, wie so ein Workshop abläuft? Welche Fragen stellen Produktion und Lager üblicherweise?
SIMON KALLINGER: Es stoßen hier zwei Welten aufeinander, die sich in den Begriffen unterscheiden und sich erst annähern müssen. In der Produktionswelt spricht man oft nur von „Los“ – im WMS ist hingegen der Begriff „Charge“ geläufig. Da hängt viel daran, dass man ein gemeinsames Verständnis findet.
ANDREA SPIEGEL: Wie immer im Leben: Erst gut kommunizieren.
SIMON KALLINGER: Genau, absolut.
ANDREA SPIEGEL: Wenn das geschafft ist – also wenn alle sich einig sind, was eine Charge ist und was ein Los bedeutet, wie alles zusammenhängt –, was passiert danach?
SIMON KALLINGER: Dann schreibt man in der Regel ein Pflichtenheft. Anschließend parametriert man die entsprechenden Prozesse in den jeweiligen Systemen, etabliert die Schnittstelle, testet sie und plant den Go-Live. Das klingt simpel, aber in der Praxis ist es herausfordernd.
ANDREA SPIEGEL: Ich wollte gerade sagen, wenn du das so erzählst, klingt es, als verstünde ich gar nicht, worüber man sich lange den Kopf zerbrechen müsste. Ist es denn am Ende doch nicht so schwierig?
SIMON KALLINGER: Also, damals hat es wirklich sehr lange gedauert, bis wir alles zusammengebracht hatten. Man muss sich verstehen und die Geschäftsprozesse genau durchdenken. In den Workshops merkt man dann schnell, dass Fragen auftauchen wie: „Warum ist das eigentlich so? Ich verstehe das nicht. Könnte man es nicht anders machen?“ Oft muss man fundamentale Abläufe neu denken. Da sitzen verschiedene Abteilungen am Tisch, und wir haben den Besprechungsraum mit Flowcharts vollgekritzelt – das sah ziemlich wild aus.
ANDREA SPIEGEL: Gut, dafür gab es dann direkt Bildmaterial fürs Marketing. Sehr gut.

ANDREA SPIEGEL: Welche Herausforderungen gibt es noch? Wir haben ja bereits über das Thema Kommunikation gesprochen. Kommen noch weitere Herausforderungen dazu?
Ich stelle mir gerade vor, dass in vielen Unternehmen WMS- oder MES-Systeme individuell angepasst wurden, weil man ganz spezielle Prozesse abbilden musste. Hat das später Einfluss darauf, wie gut oder wie schnell solche Schnittstellen-Prozesse laufen? Oder würdest du sagen: Solches Customizing wirft man ohnehin über Bord und startet von vorn? Ist das Thema Customizing an dieser Stelle wichtig, oder spielt es keine große Rolle?
SIMON KALLINGER: Man kommt früher oder später genau an diesen Punkt. Wie ich eingangs erwähnt habe, gibt es immer noch nur wenige WMS-Anbieter, die viel Erfahrung mit Schnittstellen zum MES haben. Deshalb ist der Standardumfang oft noch klein oder gar nicht vorhanden. Das bedeutet, dass viel neu programmiert werden muss. Dementsprechend kann sich das Projekt deutlich in die Länge ziehen – im Vergleich zu einem „0815 WMS-Projekt“ oder „0815 MES-Projekt“. Ein zusätzlicher Projektpartner erhöht automatisch noch einmal die Komplexität.
ANDREA SPIEGEL: Welche personellen Herausforderungen gibt es? Hast du erlebt, dass es in Projekten schwierig wird, weil Menschen aus Logistik und Produktion unterschiedliche Denkweisen haben oder unterschiedliche Typen sind?
SIMON KALLINGER: Solche Herausforderungen hat man tatsächlich immer. Man bringt Personen mit verschiedenen Hintergründen zusammen – da spielt der „Nasenfaktor“ eine Rolle: Man fragt sich automatisch, woher jemand kommt und was sein beruflicher Background ist. In so einem Projekt muss man sich erst einmal finden. Prinzipiell ticken die Leute aus Produktion und Logistik anders.
Wenn Partner funktional Überschneidungen haben, kann das auch Ängste wecken: „Das hätte ich vielleicht gern gemacht, damit ich noch ein paar Euro mehr verdiene.“ Solche Spannungen sind normal.
ANDREA SPIEGEL: Man braucht also gute Vermittlungsskills?
SIMON KALLINGER: Genau, das schadet nicht. Und man sollte bei der Partnerauswahl darauf achten, dass eine harmonische Zusammenarbeit möglich ist.
ANDREA SPIEGEL: Sehr gut.

ANDREA SPIEGEL: Vielleicht kannst du zum Abschluss mal ein kleines Praxisbeispiel mit uns durchgehen. Erzähl uns einfach, wie die Aufgabenstellung bei einem Unternehmen war, ohne Namen zu nennen, und gib uns einen Einblick: Wie läuft das ab? Was hast du erlebt? Wie muss man sich das vorstellen?
SIMON KALLINGER: Gerne. Ich erzähle es zuerst so, wie es vorher gelaufen ist, und dann, wie es danach aussah. Dann wird das Ganze vielleicht etwas deutlicher. Also: Ein Hersteller in der diskreten Fertigung baute kleine Serien, bis hin zu Einzelstücken auf Kundenauftrag. Am Anfang überlegte man: „Was brauchen wir, um das komplette Bauteil oder das ganze Produkt herzustellen?“ Man packte alle Materialien zusammen, verstaute zwei oder drei Paletten und brachte alles zum ersten Arbeitsgang.
Dann standen dort unzählige Paletten herum – auch Materialien, die erst beim Arbeitsgang 9 gebraucht wurden. Das heißt, man hatte gar keinen Zugriff mehr auf bestimmte Teile, obwohl man sie in einem früheren Arbeitsschritt vielleicht schon hätte verwenden können. Dadurch entstanden enorme Überbestände und Ineffizienzen: In der Produktion fehlte der Platz, man musste alles auseinanderdröseln und suchen.
Dort setzten wir an. Die Idee war: Warum schicken wir alles auf einmal zum Produktionsanfang? Das macht doch keinen Sinn. Man kann die Materialien doch just in time zur richtigen Maschine und zum richtigen Arbeitsgang liefern. In den Workshops haben wir dann intensiv erarbeitet, wie man das stückweise organisiert. Wenn beispielsweise der erste Arbeitsgang abgeschlossen ist, was passiert mit dem Output? Dann ist es ein Halbfabrikat, das vielleicht erst morgen im nächsten Produktionsschritt weiterverarbeitet wird – oder vielleicht braucht es eine andere Maschine, weil ein anderer Kundenauftrag oder eine andere Charge gerade Vorrang hat. Genau hier greift das WMS: Es übernimmt den Transport, entscheidet anhand hinterlegter Strategien und Merkmale, wohin das Material muss, und steuert die komplette Transportkette innerhalb der Produktion.
ANDREA SPIEGEL: Wie sieht es heute bei dem Unternehmen aus? Sind sie super happy oder haben sie schon wieder die nächste Idee, was sie optimieren könnten? Läuft es jetzt einfach besser, weil Just-in-Time das Material dort ist, wo es gebraucht wird, statt alles am Anfang zu horten?
SIMON KALLINGER: Sie konnten ihre Prozesse enorm verbessern. Soweit ich weiß, arbeiten sie inzwischen nach dem Lean-Gedanken, also in kontinuierlicher Verbesserung. Sie streben sogar die „Smart Factory“ an. Nur die reine Verknüpfung von WMS und MES war der erste Schritt – der Weg zur echten Smart Factory ist noch lang. Aktuell befinden sie sich vermutlich im Stadium einer selbstregulierenden Fabrik, einen Schritt davor vielleicht.
ANDREA SPIEGEL: Das ist ja schon etwas.
SIMON KALLINGER: Ja, das ist wirklich super. Der Mensch muss nur noch bei außergewöhnlichen Ereignissen eingreifen, etwa wenn Material ausgeht oder ein unerwarteter Maschinenausfall passiert. In allen anderen Fällen regeln die Systeme eigenständig über die Schnittstelle, und es ist kein manuelles Eingreifen nötig. So bleibt die wertvolle Ressource Mensch frei für Optimierungen und strategisches Denken.
ANDREA SPIEGEL: Genau, um an den Prozessen zu arbeiten, nicht in den Prozessen.
SIMON KALLINGER: Ganz genau.
ANDREA SPIEGEL: Hast du noch einen Tipp, wo so ein Projekt idealerweise angestoßen wird? Ist das eine klassische Top-Down-Entscheidung, weil große Unternehmensbereiche betroffen sind – Produktion und Lager? Oder kommt der Impuls eher von der Mannschaft, weil sie merkt, dass es besser laufen muss?
SIMON KALLINGER: Wo es angestoßen wird, ist fast egal. Wenn es Top-Down kommt, ist das Budget meist gesichert. Wenn es Bottom-Up initiiert wird, braucht man gute Argumente, um die Unternehmensführung zu überzeugen. Ein solches Projekt ist ein großer Invest, daher ist es wichtig, dass das Management das Potenzial erkennt. Es ist der erste Schritt, und die Reise muss weitergehen. Man braucht ein klares Bekenntnis, dass man es wirklich umsetzen will, inklusive Budget und den notwendigen Ressourcen – und dann kann es losgehen.
ANDREA SPIEGEL: Also zuerst den Kopf frei machen: aktiv entscheiden, dahinterstehen, Budget und Personal bereitstellen – dann hat man eine gute Voraussetzung.
SIMON KALLINGER: Genau, so fühlt man sich sicherer.
ANDREA SPIEGEL: Siehst du am Horizont in den nächsten fünf bis zehn Jahren spannende Entwicklungen rund um WMS-MES-Verknüpfungen?
SIMON KALLINGER: Da schlummern noch riesige Potenziale. Viele Unternehmen haben das noch nicht entdeckt, und es gibt nur wenige umgesetzte Projekte. Ich erwarte, dass sich Partnerschaften, Kooperationen und Standards entwickeln. Dann wird es auch wirtschaftlich attraktiver und einfacher zu implementieren.
Technologisch sind wir schon auf einem guten Stand, und Logistikanbieter nutzen bereits intelligente Algorithmen. Wenn man über Smart Factory spricht, wird Künstliche Intelligenz sicher noch einen großen Mehrwert bringen.
ANDREA SPIEGEL: Siehst du einen Trend, dass Anbieter ein kombiniertes MES-WMS anbieten?
SIMON KALLINGER: Das kann Sinn machen. Es hängt davon ab, wie sich ein Systemhaus entwickeln möchte. Ein WMS mit jahrzehntelanger Historie komplett neu zu entwickeln, wäre aufwendig. Aber es wäre wünschenswert.
ANDREA SPIEGEL: Würdest du nicht Nein sagen, wenn es das gäbe?
SIMON KALLINGER: Nein, natürlich nicht. Es gibt bereits Systemhäuser, die ein WMS entwickelt haben, obwohl sie ursprünglich keine WMS-Anbieter waren. Diese Anbieter können mittlerweile mit etablierten WMS-Lösungen mithalten.

ANDREA SPIEGEL: Bevor wir die Folge beenden, möchte ich noch einmal kurz zusammenfassen, worüber wir gesprochen haben. Gibt es noch etwas, das dir zu diesem Thema besonders am Herzen liegt – jetzt wäre die Gelegenheit, vielleicht den Unternehmern da draußen, gerade auch im Mittelstand, noch etwas mitzugeben?
SIMON KALLINGER: Boah, ja – eigentlich haben wir das meiste schon angesprochen. Aber ich möchte wirklich noch einmal dazu anregen, darüber nachzudenken, Verantwortlichkeiten auf die Systeme zu übertragen, die bestimmte Aufgaben einfach am besten übernehmen können. Das WMS sollte dabei vollumfänglich genutzt werden. Und: Scheuklappen ablegen! Keine Datensilos aufbauen, Gräben überwinden! Ein organisatorischer Aspekt, der da oft hinderlich ist, ist zum Beispiel das Thema Profit-Center. Das führt schnell zu einem Tunnelblick. Wenn ich zum Beispiel ein Profit-Center Logistik habe, dann kann das in der Gesamtbetrachtung gar nicht wirklich funktionieren.
ANDREA SPIEGEL: Dann schaut man mit einem ganz anderen Fokus auf die Prozesse, ja.
SIMON KALLINGER: Genau.
ANDREA SPIEGEL: Okay, dann vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und heute hier warst. Wir haben uns angeschaut, was MES und WMS gemeinsam erreichen können, welche Synergien und Effizienzgewinne daraus entstehen können – und dass diese Systeme im Prinzip die Grundlage für eine Smart Factory bilden. Wir haben darüber gesprochen, wie wir mit Daten umgehen sollten, welche Rolle Echtzeitdaten spielen, und einen kleinen Ausblick gegeben. Natürlich haben wir auch über Herausforderungen gesprochen, die mit diesem ganzen Thema verbunden sind.
Vielen, vielen Dank für deine Zeit – es hat wirklich Spaß gemacht!
Wenn ihr da draußen noch Fragen zur Folge habt – auch direkt an Simon – könnt ihr euch jederzeit gerne bei uns melden.
Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann freuen wir uns über einen Daumen nach oben bei YouTube oder eine Bewertung bei Apple Podcasts oder Spotify.
Wenn ihr Ideen für weitere Themen habt, die wir im Podcast besprechen sollen, schreibt uns gerne eine E-Mail oder hinterlasst einen Kommentar – wir freuen uns über eure Inspiration.
Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

Welche Idee steckt hinter der Multikommissionierung in der Lagerlogistik?

„Die Idee bei der Multikommissionierung ist auch da, eben solche Leerfahrten, Leerwege, egal ob jemand läuft oder eben fährt, zu vermeiden.“

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