Field Service im Maschinenbau
Der digitale Produktpass im Maschinenbau: Eine Chance für den Field Service?
Wie Servicetechniker bei Einsätzen im Maschinenbau vom digitalen Produktpass profitieren
Geschätzte Lesedauer: 7 min
Field Service im Maschinenbau
Wie Servicetechniker bei Einsätzen im Maschinenbau vom digitalen Produktpass profitieren
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Der digitale Produktpass (DPP) wird in den kommenden Jahren tiefgreifende Veränderungen für Unternehmen mit sich bringen. Unter anderem auch im Field Service des Maschinenbaus. Serviceteams stehen schon bald eine Fülle neuer Informationen für Reparatur- und Wartungseinsätze zur Verfügung, mit denen sich Prozesse effizienter gestalten lassen. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Chancen der digitale Produktpass dem Kundenservice eröffnet – und wie Sie diese nutzen können.
Mit dem digitalen Produktpass (DPP) werden umfassende Produktinformationen entlang des gesamten Produktlebenszyklus dokumentiert und an einem zentralen Ort digital gespeichert. Angefangen von den Bestandteilen und Materialien des Produktes über die Herkunft und Nachhaltigkeit bis hin zur Wiederverwertbarkeit des Produktes sowie zahlreiche weitere Informationen.
In einem Pilotprojekt wird der digitale Produktpass ab 2027 EU-weit in den ersten Branchen verpflichtend eingeführt. Den Beginn macht der digitale Batteriepass. Bis 2030 soll der DPP in weiteren Branchen eingesetzt und für in der Europäischen Union tätigen Unternehmen verpflichtend werden – auch im Maschinenbau.
Ziel ist es, durch verbesserte Produktkennzeichnungen eine effizientere Kreislaufwirtschaft zu realisieren. Sowohl Produktionsprozesse als auch die Recyclingfähigkeit von Produkten werden optimiert. Darüber hinaus profitieren auch Kunden vom digitalen Produktpass. Über diesen erhalten sie detaillierte Informationen zu ihrem Produkt zum Beispiel hinsichtlich Herkunft oder Nachhaltigkeit.
Serviceeinsätze im Maschinenbau sind komplex. Wartungen und Reparaturen erfordern detailliertes Wissen und Daten zu Anlagen ganzer Maschinenparks. Genau hier zeigt der digitale Produktpass sein Potential für Serviceteams.
Viele Maschinen bleiben jahrzehntelang im Einsatz, wechseln den Standort und werden von unterschiedlichen Servicteams gewartet. Der digitale Produktpass ermöglicht die Dokumentation all dieser und zahlreicher weiterer Informationen an einem zentralen Ort. Statt alle Daten aus verschiedenen Systemen oder gar Aktenordnern zusammenzutragen, sind alle Informationen transparent im DPP hinterlegt. Dort werden sie auch kontinuierlich ergänzt und gepflegt. Das beschleunigt Abläufe im Field Service und steigert die Effizienz.
Informationen zu Materialien, Servicehistorie und Recyclingfähigkeit sind jederzeit digital abrufbar. Dadurch lassen sich nicht nur Prozesse vereinfachen und automatisieren. Auch ein lückenloser Datenaustausch entlang der Wertschöpfungskette wird sichergestellt.
Die vollständige Dokumentation der Maschinenkomponenten erleichtert Servicetechnikern die Vorbereitung auf Einsätze. Passende Ersatzteile werden schneller identifiziert. Dadurch werden Lagerbestände optimiert und erneute Einsätze aufgrund mangelhafter Vorbereitung reduziert.
Die detaillierten Daten im digitalen Produktpass beschleunigen Reparaturen und Wartungen. Servicetechniker treffen Entscheidungen auf Basis einer fundierten Datengrundlage, wodurch Fehler reduziert werden. Außerdem unterstützt der DPP mit klaren Anweisungen bei Reparaturen, wodurch die Lebensdauer von Maschinen verlängert wird.
Die kontinuierliche Datenerfassung im digitalen Produktpass ermöglicht Rückschlüsse hinsichtlich Produktverbesserungen. Die Anpassung von Materialien und eine nachhaltigere Produktion von Maschinen führen zu langlebigen Produkten. Diese sowie verkürzte Ausfall- und Reparaturzeiten steigern die Kundenzufriedenheit.
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Der digitale Produktpass erfordert für viele Unternehmen eine Umstellung ihrer IT-Strukturen. Die nötigen Daten müssen detailliert und korrekt erfasst und die permanente Verfügbarkeit der Daten sichergestellt werden. Dafür ist es unter anderem nötig, Informationen aus verschiedenen Softwarelösungen zusammenzutragen, vom ERP-System bis hin zur Field Service Management Software (FSM-Software). Gleichzeitig sollte der DPP auch jederzeit für Serviceteams abrufbar sein. Eine Verknüpfung mit der Field Service Management Software ist daher sinnvoll. Alternativ ist auch eine Speicherung im ERP-System denkbar, vorausgesetzt es besteht ein permanenter Datenaustausch mit der FSM-Software. Sind diese Voraussetzungen geschaffen, lassen sich Serviceprozesse langfristig optimieren.
Mit der Einführung des digitalen Produktpasses müssen die unterschiedlichsten Geschäftsprozesse neu gedacht werden. Das gilt auch für den Field Service. Nicht nur stehen Serviceteams neue transparente Informationen zur Abwicklung von Reparaturen und Wartungen zur Verfügung. Auch die Servicetechniker müssen in der Lage sein, neue Daten zu Serviceeinsätzen zu dokumentieren, um diese im DPP zu ergänzen. Mit Hilfe von digitalen Serviceberichten oder Checklisten in einer Field Service App lassen sich beispielsweise Informationen direkt beim Kunden festhalten und für die Anreicherung des digitalen Produktpasses nutzen.

Der digitale Produktpass wird den Field Service im Maschinenbau nachhaltig verändern. Er verpflichtet Unternehmen, Prozesse zu digitalisieren und Daten entlang des Produktlebenszyklus digital zu dokumentieren. Das sorgt für mehr Transparenz, Effizienz und eine erhöhte Kundenzufriedenheit im Kundenservice.

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Welche Vorteile bietet der digitale Produktpass für den Field Service?
Im Field Service sorgt der digitale Produktpass für mehr Effizienz, Transparenz und Datenverfügbarkeit. Servicetechniker erhalten Zugriff auf aktuelle Maschineninformationen, können Ersatzteile schneller identifizieren und Wartungsarbeiten gezielter durchführen. Das verkürzt Servicezeiten und erhöht die Kundenzufriedenheit.
Welche Herausforderungen bringt der digitale Produktpass für Serviceteams mit sich?
Die größte Herausforderung ist die Datenintegration. Unternehmen müssen Informationen aus verschiedenen Systemen konsolidieren und dauerhaft aktuell halten. Auch die Anpassung bestehender Workflows und die Schulung von Servicetechnikern gehören zu den zentralen Aufgaben.
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