ANDREA SPIEGEL: Was ist denn jetzt, ich sage mal, wenn man digitalisiert, hat man ja irgendwie ein Bild im Kopf, wo man gerne hinmöchte. Man sagt ja, „Papier weg“ ist vielleicht so dass eine Thema. Aber was war denn beim Metzner Maschinenbau, oder vielleicht auch ganz generell: Was würdest du sagen, ist ein sinnvolles Ziel von Digitalisierung im Field Service Management? Warum macht man das?
TOBIAS REUSS: Na gut, zum einen möchte man natürlich klar aus der Papierwelt entfliehen. Es geht ja auch darum, Zeit zu sparen und Kosten einzusparen. Man braucht ja auch ein Tool oder Wege, wie man Kundenanfragen schnell beantworten kann. Das heißt, man möchte nicht, dass Dinge liegen bleiben. Es kann ja auch mal sein, dass ein Mitarbeiter krank wird – das soll ja mal vorkommen – und dann muss nachvollzogen werden können, was bei einem Servicefall bereits erledigt wurde. Und das ist halt, wenn das alles noch auf Papier erfolgt, viel, viel schwieriger, als wenn es sauber strukturiert ist. Dann hat man alles direkt bei einem Service-Ticket im Überblick, was bereits gemacht wurde.
ANDREA SPIEGEL: Okay, das heißt, einmal die Struktur ist so dass eine Thema, wo du sagst, das muss ein Ziel sein: dass man eine saubere Service-Struktur hat, dass man einen Überblick über die verschiedenen Daten hat, über die früheren Service-Fälle beim Kunden, und dass man entsprechend auch für die Mitarbeiter Vorteile bietet – also bessere Planbarkeit und so weiter. Genau. Gibt es noch irgendwas anderes, wo du sagst, das könnte man sich noch auf die Fahne schreiben?
TOBIAS REUSS: Gut, bei uns, bei Metzner, zum Beispiel, geht es auch darum, die Mitarbeiter im Feld besser unterstützen zu können. Wir haben über unser Digitalisierungsprogramm Checklisten integriert. Das heißt, sie sehen bei der jeweiligen Maschine die Wartungsreihenfolge und haben direkt alle Unterlagen dabei, wie Schaltpläne etc.
ANDREA SPIEGEL: Ah, das ist cool. Das heißt, das ist auch eine gewisse Servicetechnikerführung oder Anleitung sozusagen. Hat das auch den Hintergrund, Fehler zu vermeiden oder neue Mitarbeitende schneller einzuarbeiten?
TOBIAS REUSS: Genau, das Ziel ist zum einen, die Fehlerwahrscheinlichkeit zu minimieren, die sonst durch Papier entstehen würde, und zum anderen, dem Mitarbeiter vor Ort alle Unterlagen verfügbar zu stellen.
ANDREA SPIEGEL: Ah, also alles direkt in der Liste integriert bei euch. Genau. Ach, das ist ja cool.