Eine Maschine liefert zwei unterschiedliche Arten von Daten. Christoph Altdörfer erklärt den Unterschied: „Wir müssen unterscheiden: Erhalten wir eine Information, die relevant ist für die Betriebsdatenerfassung, also ein Start- oder Stoppsignal, eine Zustandsänderung, eine Mengenrückmeldung? Oder liegen Zustandsinformationen vor, wie Temperaturen, Drehzahlen, Luftfeuchtigkeit?” Die BDE-relevanten Daten, also die Informationen, die für den Fertigungsfortschritt wichtig sind, fließen direkt ins ERP-System. Die Zustandsdaten werden separat gespeichert und ausgewertet. Hier liegt das eigentliche Potenzial.
Denn erst wenn beide Datenströme zusammengeführt werden, lassen sich Muster in der Produktion erkennen. „Ich kann auswerten: Immer, wenn wir diese Teile mit dieser Drehzahl fertigen und es draußen über 28 Grad hat, geht das Ding in die Hose. Das heißt, ich kann Rückschlüsse ziehen, Muster erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen“, so Altdörfer. Ohne diese Datenbasis bleibt jede Störung ein Zufallsereignis. Durch die Digitalisierung der Produktion werden diese Daten sichtbar und beherrschbar.