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Produktionsplanung

Was ist eine Produktionsplanung?

Eine Produktionsplanung organisiert, verwaltet und plant alle Termine, Kapazitäten und Mengen von Ressourcen wie Material, Personal und Maschinen. Dadurch sollen Produkte rechtzeitig, in der gewünschten Qualität und möglichst kosteneffizient hergestellt werden.

Die Produktionsplanung berücksichtigt dabei sowohl kurzfristige als auch langfristige Aspekte – von der Beschaffung der Rohstoffe über die Herstellung bis hin zur Auslieferung an den Kunden. Ziel ist es, den Auftragsdurchlauf dadurch effizient und reibungslos zu gestalten.

Was ist der Unterschied zwischen einer Produktionsplanung und der Produktionssteuerung?

  • Produktionsplanung

    Beschäftigt sich mit der Vorausplanung der Produktionsvorgänge auf kurz- oder mittelfristige Weise.

  • Produktionssteuerung

    Ist für die Freigabe, Steuerung und Überwachung der eingeplanten Fertigungsaufträge zuständig.

Wer macht die Produktionsplanung?

In der Regel legen die Produktionsmanager die Produktionspläne fest. Dabei arbeiten sie eng mit den anderen Abteilungen wie Einkauf, Sales und der Logistik zusammen, um sicherzustellen, dass die Produktion reibungslos verläuft und die Nachfrage der Kunden erfüllt wird. Sie berücksichtigen dabei Faktoren wie Materialverfügbarkeit, Produktionskapazitäten und Lieferzeiten, um eine effiziente und termingerechte Fertigung zu gewährleisten.

Durch diese enge Zusammenarbeit können Engpässe frühzeitig erkannt und Lösungen gefunden werden, was letztlich zu einer optimierten Produktion und zufriedenen Kunden führt.

L-mobile WIKI Produktionsplanung

Wie läuft die Produktionsplanung ab?

Welche Aufgaben hat eine Produktionsplanung?

  • Produktionsprogrammplanung

    Legt fest welche Produkte produziert werden.

  • Mengenplanung

    Legt fest in welcher Menge die Produkte produziert werden.

  • Materialbedarfsplanung (MRP)

    Primär- und Sekundärbedarf werden betrachtet. Der Primärbedarf sind Erzeugnisse, die verkaufsfähig und nachgefragt sind. Es wird festgelegt, wie viel an Rohstoffen und Sekundärbedarf (Einzel¬teile) für die Produktion der angefragten Produkte benötigt werden.

  • Kapazitätsplanung

    Hierbei wird geplant, wie viel Leistung die jeweiligen Ressourcen in einem bestimmten Zeitraum erbringen können. Dabei spielen die Auslastung und die Verfügbarkeit der Ressourcen eine wichtige Rolle.

  • Ressourcenplanung

    Ressourcen wie Maschinen, Personal sowie Material werden auf Produktionsaufträge zugeordnet.

  • Losgrößenplanung

    Legt die optimale Menge an Produkten fest, die in einem Durchgang gefertigt werden sollen unter Berücksichtigung von Einstellkosten, Lagerkosten und Bedarf.

  • Just-in-Time (JIT) Produktion

    Materialien und Komponenten werden genau zum benötigten Zeitpunkt bereitgestellt, um Lagerkosten zu minimieren.

  • Lean Production

    Zielt darauf ab, Verschwendung zu minimieren und die Produktionsprozesse kontinuierlich zu optimieren, um schneller und flexibler auf Kundenbedürfnisse zu reagieren und die Produktqualität zu verbessern.

Welche Arten der Produktionsplanung gibt es?

L-mobile WIKI Produktionsplanung

Die Produktionsplanung ist in zwei Arten unterteilt. Diese sind entscheidend für die Erreichung der Unternehmensziele innerhalb der Produktion.

Strategische Produktionsplanung
Die strategische Produktionsplanung bezieht sich auf die langfristigen Ziele und Maßnahmen der Produktion und betrifft Entscheidungen, die einen Zeitraum von mehreren Jahren (drei bis fünf Jahren) umfassen. Mit diesen strategischen Entscheidungen sollen Wettbewerbsvorteile erzielt und erhalten werden.

Operative Produktionsplanung
Bei der operativen Produktionsplanung liegt der Fokus auf den kurzfristigen Aspekten der Produktion. Außerdem betrifft sie die Entscheidungen, die einen Zeitraum von Tagen, Wochen oder Monaten umfassen. Hierbei geht es um die Planung, Steuerung und Kontrolle von Produktionsprozessen und der Ressourcennutzung.

Welche Vorteile hat die Produktionsplanung?

  • Bessere Zielerreichung

    Produkte werden in der richtigen Menge und Qualität zum gewünschten Zeitpunkt bereitgestellt.

  • Kostensenkung

    Lagerkosten, Rüstkosten und Ausschuss werden durch effiziente Abläufe reduziert.

  • Zeitersparnis

    Unnötige Wartezeiten und Leerlauf werden durch eine strukturierte Terminplanung vermieden.

  • Optimale Materialversorgung

    Alle notwendigen Materialen sind zum Produktionszeitpunkt verfügbar.

  • Effizienter Ressourceneinsatz

    Maschinen, Personal, Werkzeuge und Co. werden gezielt und bedarfsgerecht eingeplant.

  • Bessere Auslastung

    Die Produktionskapazitäten werden gleichmäßig genutzt. Dadurch wird eine Überbelastung und eine Unterauslastung vermieden.

  • Reduktion von Engpässen

    Kapazitätsengpässen und Materialmangel werden frühzeitig identifiziert und vermieden.

  • Höhere Transparenz

    Alle Produktionsdaten, Abläufe und Termine sind nachvollziehbar und dokumentiert.

  • Flexibilität bei Änderungen

    Schnellere Reaktionsfähigkeit bei ungeplanten Störungen.

  • Mehr Kundenzufriedenheit

    Pünktliche Lieferung und eine gleichbleibende Qualität stärken das Vertrauen der Kunden und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit.

Welche Herausforderungen bringt eine Produktionsplanung mit sich?

  • Veraltete Planungssysteme (z. B. Excel oder Papier)

    Manuelle Planung ist zeitaufwändig, fehleranfällig und oft nicht flexibel genug, um auf Veränderungen schnell zu reagieren.

  • Hohe Komplexität

    Viele Faktoren müssen gleichzeitig berücksichtigt werden: Maschinenkapazitäten, Personaleinsatz, Materialverfügbarkeit, Liefertermine usw.

    Bereits kleine Änderungen (z. B. Maschinenausfall oder eine verspätete Lieferung) können den gesamten Plan durcheinanderbringen.

  • Unvorhersehbare Störungen

    Plötzliche Maschinenausfälle, Personalengpässe oder verspätete Materiallieferungen führen zu Planabweichungen – oft mit Folgen für den gesamten Ablauf.

  • Schwierige Abstimmung zwischen Abteilungen

    Produktion, Einkauf, Lager, Versand, Vertrieb – alle müssen miteinander abgestimmt sein. Dabei einen reibungslosen Ablauf zu erzielen, gestaltet sich schwierig.

  • Fehlende Transparenz

    Wenn Prozesse nicht digital erfasst sind, ist oft unklar, wo sich welcher Auftrag gerade befindet – das führt zu Verzögerungen und Suchzeiten.

  • Schwierige Priorisierung

    Was hat Vorrang? Dringender Kundenauftrag oder langfristige Serienproduktion? Falsche Entscheidungen führen zu Unzufriedenheit bei Kunden oder zu wirtschaftlichen Verlusten.

  • Kapazitätsengpässe

    Wenn Maschinen oder Personal überlastet sind, kommt es zu Rückstaus oder andere Aufträge können gar nicht erst gestartet werden.

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