Fahrerlose Transportsysteme
Automatisierung im Mittelstand: Ist sie die Antwort auf den Fachkräftemangel?
Gründer & Geschäftsführer Günter Löchner verrät im Podcast warum kein Weg an Automatisierung vorbei führen wird
Geschätzte Lesedauer: 20 min
Fahrerlose Transportsysteme
Gründer & Geschäftsführer Günter Löchner verrät im Podcast warum kein Weg an Automatisierung vorbei führen wird
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Noch immer hält der Fachkräftemangel die Wirtschaft in Deutschland fest in seinem Griff. Vor allem im Mittelstand suchen Unternehmen händeringend nach Personal. Das ist aber einfach nicht (mehr) da. Was also tun, wenn der Markt keine Arbeitskräfte mehr hergibt? Günter Löchner, Gründer und Geschäftsführer der L-mobile solutions GmbH & Co. KG, hat in über 45 Jahren Softwareindustrie viele Krisen kommen und gehen sehen und ist überzeugt davon, dass Automatisierung im Mittelstand die Lösung ist. Im L-mobile Podcast „Zukunft KMU” teilt er seine Ansichten und spricht Klartext.
Günter Löchner, Gründer und Geschäftsführer der L-mobile solutions GmbH & Co. KG, erklärt im Podcast „Zukunft KMU”, warum auch im Mittelstand kein Weg an der Automatisierung vorbeiführt. Als idealen Einstieg empfiehlt er fahrerlose Transportsysteme (FTS), da sich repetitive Transportaufgaben in Lager und Produktion besonders gut automatisieren lassen. Ein Einstiegsprojekt ist bereits ab rund 60.000 € möglich, L-mobile strebt dabei standardmäßig einen ROI von einem Jahr an.
Der Fachkräftemangel im Mittelstand hat eine Dimension erreicht, die viele Unternehmer noch immer unterschätzen. Günter Löchner, der L-mobile selbst zu einem 300-Mitarbeiter-Unternehmen aufgebaut hat, beschreibt die Situation sachlich und direkt: „Schlimm. Wir suchen händeringend nach Personal und da sind wir nicht alleine. Das sind die Bäcker, die Apotheken, die Restaurants. Wo man hinguckt, überall fehlen Arbeitskräfte und zwar im großen Stil.”

Aktuell klafft in Deutschland eine Lücke von rund 3 Millionen Stellen. Doch das ist erst der Anfang. Löchner verweist auf einen Bericht, den er am Tag der Podcast-Aufzeichnung gelesen hat: „Wir haben aktuell 47 Millionen Arbeitende in der Bundesrepublik. 2060 sollen es noch 31 Millionen sein, das heißt 16 Millionen weniger Arbeitende und das ist dramatisch.” Diese Zahlen machen deutlich, dass es sich nicht um ein vorübergehendes Problem handelt, sondern um einen strukturellen Wandel.
Die Ursachen für diesen Wandel sind vielschichtig. Die Baby-Boomer-Generation tritt in Rente, während gleichzeitig der Nachwuchs fehlt. „Es wird neue Branchen geben, neue Trends, so dass wir da auf jeden Fall diese Arbeitskräfte brauchen “, so Löchner. Der Druck, neue Wege zu gehen, ist damit für nahezu jedes mittelständische Unternehmen aktuell hoch. Aber auch unumgänglich, wenn man als Unternehmen eine Zukunft haben möchte.
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Die Debatte über den Fachkräftemangel wird auch auf politischer Ebene geführt. Die dort besprochenen Ansätze hält der Geschäftsführer für nicht ausreichend. Er skizziert zwei Richtungen, die aktuell diskutiert werden.
Die Möglichkeit für ältere Arbeitnehmende, freiwillig länger im Berufsleben zu bleiben, ohne dafür steuerlich bestraft zu werden.
Günter Löchner hält das Thema Migration für unvermeidbar: „Wir werden ohne dieses Thema sowieso keine befriedigende Lösung finden. Es ist eher die Frage, wie wir das dann gestalten.”
Vor allem beim politischen Handlungstempo übt er klare Kritik: „Unsere Politik ist für mich dazu zu langsam. Das Problem ist drängend und schmerzt uns alle und führt am Ende auch zu Verlusten im Bruttosozialprodukt.” Die politischen Lösungen mögen Teil des Gesamtbildes sein, als alleinige Antwort reichen sie für Unternehmen jedoch nicht aus.
Günter Löchners Empfehlung an mittelständische Unternehmer ist deshalb eindeutig: Nicht auf politische Lösungen warten, sondern selbst handeln. Digitalisierung und Automatisierung sind hier der Schlüssel. Wer die Initiative ergreift, sichert sich nicht nur Handlungsfähigkeit, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil, denn die Konkurrenz steht ja vor denselben Herausforderungen.
Automatisierungstechnologien sind heute so ausgereift und bezahlbar wie nie zuvor. Die ernüchternde Realität ist jedoch, dass viele Mittelständler diesen Sprung noch nicht gewagt haben. „Im Einzelfall gibt es erfolgreiche Spitzen, also Unternehmen, die es wirklich hinbekommen haben. Aber im Mittelstand gibt es noch sehr viel nachzuholen“, sagt Löchner. „Der Mittelstand ist eher ein bisschen konservativ, kann sich’s nicht leisten, ist vielleicht auch scheu.”
Dabei sind die technologischen Voraussetzungen längst geschaffen. Konzerne haben in den vergangenen Jahren Pionierarbeit geleistet und Konzepte entwickelt, die sich heute auch für kleinere Unternehmen erschließen lassen. Die Softwaretechnologie ist so weit gereift, dass Lösungen, die früher nur Großunternehmen vorbehalten waren, nun auch für den Mittelstand umsetzbar und finanzierbar sind. „Es wird höchste Zeit, dass wir da den Anschluss finden und ich würde es dem Mittefinden, dringend anraten.”
Wenn Günter Löchner nach seiner zentralen These gefragt wird, ist seine Antwort eindeutig: „Man muss automatisieren. Es wird keinen Weg geben, da die nächsten Jahre dran vorbeizukommen.” Das ist keine Drohung, sondern eine nüchterne Analyse der wirtschaftlichen Realität.
Die Argumentation dahinter ist simpel: „Generell muss ich mit weniger Arbeitskräften mehr Leistung erbringen, das nennt man dann auch erhöhte Produktivität. Und die erreicht man in vielen Fällen durch mehr Automatisierung.” Besonders betroffen sind Unternehmen, die heute noch stark auf manuelle Prozesse setzen. Vor allem in der Logistik, der Produktion und überall dort, wo repetitive, körperliche Aufgaben anfallen.
Der erfahrene Gründer nennt ein weiteres Szenario, das viele Unternehmer gerne verdrängen. Den Verlust langjähriger Mitarbeitenden, die in Rente gehen und jahrzehntelanges im Unternehmen verfügbares Wissen einfach mitnehmen. „Die sind jetzt 20 Jahre im Unternehmen und wissen heute alles. Morgen weiß ich das nicht mehr.” Automatisierung macht Prozesse transparent, dokumentierbar und reproduzierbar, so dass wichtiges Wissen immer verfügbar ist.
Löchner macht keinen Hehl daraus, was Unternehmer wirklich bewegt: „Am Ende geht’s immer um den ROI. Ich habe bisher keinen Kunden, der eine Lösung wegen ihrer Schönheit gekauft hat oder weil etwas gut riecht”, schmunzelt der Geschäftsführer. Die Entscheidung für Automatisierung ist eine wirtschaftliche, keine technologische. Deshalb stellt L-mobile die ROI-Frage konsequent an den Anfang jedes Projekts. Bevor Konzepte entwickelt und Investitionen geplant werden, muss das Team zunächst das Unternehmen und dessen Prozesse und Bedürfnisse kennenlernen. „Das dauert auch gar nicht lange, ich sage einfach mal einen Tag. Und dann stellen wir uns die Frage: Kann man da etwas bewegen und mehr Effizienz erreichen? Dann sind wir schon bei der ROI-Rechnung.”
Und was passiert, wenn der ROI nicht stimmt? Löchner ist da ehrlich: „Dann sagen wir ehrlich: Es macht keinen Sinn, an Projekten herumzubasteln, die am Ende nicht realisiert werden können.” Denn das eigentliche Problem liegt meist nicht am Willen, sondern an den Zahlen: Eine Verbesserung, die 100.000 € pro Jahr bringt, bei einer Investition von 500.000 €, bedeutet fünf Jahre Wartezeit auf den ROI. „Das macht einfach keine Lust.” Dennoch gibt es ein breites Feld an wirtschaftlich attraktiven Projekten. „Ob ich da 100.000 € reinstecke oder 500.000 €, wenn ich das innerhalb eines Jahres zurückhabe, weiß jeder Unternehmer, da muss man zugreifen. Es gibt kaum attraktivere Projekte.”

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Für die Logistik empfiehlt Günter Löchner fahrerlose Transportsysteme (FTS) als besonders guten Einstiegspunkt. „Der eigentlich kritische Teil, wo Personal notwendig ist, ist einfach: Bringe die Ware von A nach B. Das beinhaltet den Wareneingang, einlagern, kommissionieren, und den gesamten Delivery- und Versandbereich.” Hier gibt es hohe Umschlagszahlen, die Arbeit muss schnell und zuverlässig abgewickelt werden. Genau diese Transportwege lassen sich, zumindest teilweise, durch FTS abbilden.
Die Empfehlung des Geschäftsführers ist dabei für den Einstieg noch nicht den gesamten Betrieb auf einmal umzugestalten: „Wir haben meistens Einstiegsprojekte, bei denen wir sagen, einen Teil wickeln wir nun mit einem fahrerlosen Transportsystem ab und der Rest wird erstmal noch wie gehabt abgewickelt.” Ein Mittelständler mit täglich 4.000 Transporten könnte zunächst nur die standardisierten, gut strukturierten Wegstrecken automatisieren und den Rest weiter manuell abwickeln, bevor man langfristig ganzheitlich automatisiert. „Mit kleinen Bereichen beginnen und dort Versuche starten, die in sich wirtschaftlich sind. So ist das ein Einstieg, den jeder verkraften kann.“
Ein zentrales Argument, das Günter Löchner immer wieder betont, ist die strukturelle Grenze manueller Logistik. Wer heute 20 Stapler-Fahrer beschäftigt, die per Zuruf und Zettel koordiniert werden, hat schlicht keine Möglichkeit, diesen Betrieb wirklich zu optimieren. „Die können sich doch gar nicht optimieren, das geht gar nicht. Das geht in einem Digitalisierungsprojekt viel leichter, weil wir haben alle Informationen zusammen und sagen dann, wer welchen Auftrag bekommt.” Ein digitales System weist jeden Fahrer zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Auftrag zu und kann Leerfahrten vermeiden, Wegstrecken verkürzen und Wartezeiten eliminieren. Manuell ist das schlicht nicht machbar.

Neben fahrerlosen Transportsystemen weist Löchner auch auf ein verwandtes Thema hin, das Staplerleitsystem. Dabei werden herkömmliche, von Menschen gefahrene Stapler digital gesteuert und koordiniert. „Auch dort erreichen wir ordentliche Effizienzen.” Für Unternehmen, die noch nicht bereit für einen vollautomatisierten Betrieb sind, aber trotzdem spürbare Produktivitätsgewinne erzielen wollen sind Staplerleitsysteme daher eine sinnvolle Alternative.
Bevor ein FTS rollt, braucht es eine gewisse Grundvoraussetzung in der Logistik. „Ich brauche Fahrwege, ich muss gezielt an bestimmten Stellen bestimmte eindeutig identifizierbare Ware haben. Das sind Einstiegsvoraussetzungen und die lassen sich erschließen, man muss es nur wollen“, erklärt Löchner. Ein Unternehmen, das nicht weiß, wo sich welche Ware befindet, kann durch ein FTS keine Probleme lösen. Die Einführung eines fahrerlosen Transportsystem würde nur weitere Komplexität schaffen. Der konkrete Prozess zur Einführung eines FTS, den L-mobile mit Kunden durchläuft, folgt daher einem bewährten Muster.
Zunächst wird die Ausgangssituation analysiert. Dabei werden Materialflüsse, Wegstrecken, Systemanbindungen und weitere Voraussetzungen im Unternehmen geprüft. „Wir kommen in den Betrieb und laufen einmal gemeinsam durch Lager und Produktion. Außerdem brauchen wir noch eine Reihe weiterer Informationen.”
Aus den Analysen erarbeiten die Digitalisierungs- und Logistikexperten ein konkretes Konzept mit zwei bis drei Ausbaustufen. „Ich würde mir am Anfang immer etwas aussuchen, was leichter machbar ist und am ehesten den ersten Erfolg bringt, die Quick Wins”, so Günter Löchner. Denn diese Quick Wins schaffen Vertrauen in neue Prozesse und Lösungen. Ideale Voraussetzungen für weitere Automatisierungsmaßnahmen.
Anschließend geht es in die Projektumsetzung, bei der die erste Ausbaustufe im Fokus steht. L-mobile unterstützt mittelständische Unternehmen dabei nicht nur mit FTS, sondern mit einer großen Palette an Digitalisierungslösungen, angefangen von der Lagerverwaltungssoftware L-mobile WMS bis hin zu elektronischen Etiketten zur Lagerplatzkennzeichnung.

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Die Investitionskosten für ein FTS-Einstiegsprojekt sind überschaubarer als man vielleicht erwarten würde. Löchner nennt konkrete Zahlen: „Die kleinen Fahrzeuge, die eine Plattform transportieren, liegen bei 35.000 € für das reine Fahrzeug. Dazu noch ein bisschen Infrastruktur, also unter 60.000 € geht kein Projekt.” Für komplexere Systeme, zum Beispiel mit höheren Hublasten, großen Hubhöhen oder anspruchsvoller IT-Integration, sind Investitionen von 100.000 € und mehr realistisch.
Der zweite wesentliche Kostenpunkt ist die Systemintegration. Also die Anbindung von FTS an ERP-Systeme, BDE-Lösungen und Lagerverwaltungssoftware. Diese Infrastrukturarbeit fällt im Wesentlichen einmal an, unabhängig davon, ob man anschließend ein oder zehn Fahrzeuge betreibt. Es handelt sich also um eine Grundinvestition, die für zukünftige Erweiterungen nicht erneut durchgeführt werden muss.

Beim Thema Wirtschaftlichkeit ist Günter Löchner besonders deutlich: „Wenn jemand einen Betrag ausgibt, sagen wir 100.000 €, den er in einem Jahr zurückbekommt, muss jeder Unternehmer sagen: Her damit. Ein ROI von einem Jahr, das ist einfach eine perfekte Sache.” L-mobile strebt in seinen Projekten standardmäßig einen ROI von einem Jahr an, bei besonders effizienten Projekten auch sechs Monate. Die Grundlage dafür liegt oft in der Reduktion von Leerfahrten: „Wenn ich immer voll hinfahre und leer zurückfahre, spare ich mir 50 % brutto. In der Realität oft 10 bis 40 % und das macht bereits einen erheblichen Unterschied.”
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass Automatisierung Arbeitsplätze vernichtet. Der L-mobile Geschäftsführer sieht das allerdings anders: „Das Personal, das man für den Transport dann nicht mehr braucht, kann man für etwas anderes einsetzen. Viele Mitarbeitende sind happy damit.” Die Neuverteilung von Aufgaben, weg von monotonen Transporttätigkeiten hin zu anspruchsvolleren Tätigkeiten, wird von vielen Mitarbeitern als Verbesserung wahrgenommen.

Zur Veranschaulichung beschreibt Günter Löchner ein Gespräch mit einer Restaurantbetreiberin, die mangels Personals mehrere Tage pro Woche schließen musste. Ihre Lösung: Ein Serviceroboter für 16.000 €. Was zunächst wie eine Notlösung klingt, ist eigentlich ein Schritt nach vorne. „Ich sehe jetzt die Chance darin, einfach dieses Problem anzugehen, zu lösen und sich für die Zukunft vorzubereiten. Es gibt eh keinen anderen Weg daran vorbei.”
Löchners abschließende Botschaft an alle Unternehmer, die zögern: Nicht nur bis nächstes Jahr denken, sondern weiter in die Zukunft schauen. Sich fragen, wie müssen wir uns umstrukturieren und welche Prozesse können und sollten wir automatisieren? „Das ist der Schlüssel für die nächsten Jahre.”
Für Günter Löchner ist klar, ohne Automatisierung wird es auch im Mittelstand in Zukunft nicht funktionieren. Sie ist die logische Antwort auf einen Fachkräftemangel, der sich in den kommenden Jahrzehnten weiter verschärfen wird. Die Botschaft des Geschäftsführers ist klar: Wer zu lange wartet, wird am Ende verlieren. Wer dagegen den Mut hat, mit kleinen Schritten zu beginnen, wird mit mehr Produktivität und anhaltender Wettbewerbsfähigkeit belohnt.
Der Einstieg in die Automatisierung muss also nicht groß sein. Aber man muss ihn beginnen. Ob mit fahrerlosen Transportsystemen, Staplerleitsystemen oder Lagerverwaltungssoftware: L-mobile begleitet mittelständische Unternehmen auf diesem Weg, von der ersten Analyse bis zum skalierbaren Gesamtsystem.
Stellen Sie das benötigte Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereit – und das vollautomatisiert. Mit dem Fahrerlosen Transportsystem L-mobile FTS optimieren Sie Ihren innerbetrieblichen Materialtransport und sorgen für mehr Effizienz in Ihrer Lager- und Produktionslogistik.
Was ist Automatisierung im Mittelstand und warum ist sie jetzt notwendig?
Automatisierung im Mittelstand bedeutet, manuelle, repetitive Prozesse durch Technologien wie fahrerlose Transportsysteme, Lagerverwaltungssoftware oder automatisierte Liftsysteme zu ersetzen. Sie ist notwendig, weil der Fachkräftemangel im Mittelstand noch immer ein Problem ist und Deutschland bis 2060 rund 16 Millionen Erwerbstätige verlieren wird. Ohne Produktivitätssteigerung durch Automatisierung können viele Unternehmen ihre Leistungsfähigkeit nicht aufrechterhalten.
Welche Lösungen gibt es für den Fachkräftemangel im Mittelstand?
Politische Ansätze umfassen flexiblere Rentenmodelle und gesteuerte Zuwanderung. Für Unternehmen selbst ist die wirksamste Lösung die Erhöhung der Produktivität durch Automatisierung, das heißt mehr Leistung mit weniger oder gleichbleibendem Personal.
Wie hoch sind die Kosten für ein fahrerloses Transportsystem?
Ein einfaches FTS-Einstiegsprojekt ist ab ca. 60.000 € realisierbar, inklusive Fahrzeug und Basisinfrastruktur. Für komplexere Systeme mit höheren Anforderungen sind Investitionen von 100.000 € und mehr einzuplanen. Die Integrationskosten für ERP- und BDE-Anbindungen fallen weitgehend einmalig an und skalieren bei späteren Erweiterungen kaum.
Wie schnell amortisiert sich eine Investition in Automatisierung?
L-mobile strebt in Projekten standardmäßig einen Return on Investment (ROI) von einem Jahr an.
Müssen Mitarbeiter bei der Einführung von Automatisierung entlassen werden?
In den meisten Fällen nicht. Automatisierung dient häufig dazu, den Personalbedarf zu decken, der ohnehin nicht mehr durch Neueinstellungen gedeckt werden kann. Mitarbeiter, die bisher Transportaufgaben übernommen haben, können für anspruchsvollere Tätigkeiten eingesetzt werden, was von vielen Beschäftigten ausdrücklich begrüßt wird.

Christoph Rixe beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Frage, wie sich Logistik- und Produktionsprozesse im Mittelstand sinnvoll digitalisieren und automatisieren lassen. Bereits in mehr als 20 Projekten begleitete er Unternehmen dabei, ihre internen Logistik- und Produktionsprozesse transparenter und effizienter zu gestalten. Sein Fokus liegt auf den Themen Transportmanagement, Materialfluss sowie Automatisierung und Digitalisierung der Intralogistik, über die er auch regelmäßig auf LinkedIn berichtet.
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