Digitale Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme
Digitale Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme planen Produktionsabläufe, überwachen den laufenden Prozess und optimieren diesen in Echtzeit.
Automatisierung bedeutet, dass Maschinen, Software oder Roboter Aufgaben übernehmen, die vorher von Menschen erledigt wurden. Ziel ist es, Prozesse effizienter zu gestalten, Fehler zu reduzieren und Ressourcen optimal zu nutzen. Heute wird Automatisierung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen eingesetzt, von der Produktion über die Logistik – selbst im Marketing bis hin zum Vertrieb.
Besonders in der Industrie spielen zwei Anwendungsfelder eine zentrale Rolle: Die Lagerautomatisierung, etwa bei Materialfluss, Lagerhaltung oder Versand, um Zeit, Platz und Ressourcen zu sparen. Und die Produktionsautomatisierung, die Planung, Datenerfassung und Materialbereitstellung optimiert und die Fertigung effizienter und wirtschaftlicher gestalten kann.
Die Produktionsautomatisierung ist ein zentraler Hebel für Unternehmen, um die Effizienz zu steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Denn Aufgaben, die manuell deutlich länger dauern würden, fehleranfällig oder sogar gefährlich sind, können durch Maschinen und Software deutlich präziser, schneller und mit gleichbleibender Qualität ausgeführt werden. Dadurch können Kosten deutlich reduziert werden. Zudem arbeiten all diese Systeme rund um die Uhr und gewährleisten damit eine Effizienz und Präzision, die manuell kaum erreichbar wäre.
Digitale Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme planen Produktionsabläufe, überwachen den laufenden Prozess und optimieren diesen in Echtzeit.
Förderbänder oder Fahrerlose Transportsysteme stellen kontinuierlich Material bereit, sodass Mitarbeiter nicht permanent eingreifen müssen.
CNC-Maschinen fertigen komplexe Bauteile automatisch und übernehmen so Arbeitsschritte, die früher manuell erledigt werden mussten.
Roboterarme übernehmen schwere, gefährliche oder hochpräzise Tätigkeiten, wie das Schweißen von Karosserieteilen.


Der Begriff Lagerautomatisierung umfasst alle Technologien und Systeme, die Lagerprozesse teil- oder vollautomatisiert ablaufen lassen – egal, ob im Wareneingang über die Ein- und Auslagerung bis hin zu Kommissionierung und Versand. Durch den Einsatz solcher automatisierten Lagerlösungen, wie etwa automatische Hochregallager, Fahrerlose Transportsysteme oder Pick-by-Light-Technologie, können Unternehmen Platz sparen, Durchlaufzeiten verkürzen, Fehlerquoten senken und gleichzeitig die Transparenz sowie Effizienz deutlich erhöhen.
Regalbediengeräte lagern Paletten selbstständig ein und aus und reduzieren so Wegezeiten erheblich.
Die flurgebundenen Transportfahrzeuge befördern Waren zwischen Lagerbereichen und entlasten Mitarbeitende von Laufwegen und Transporten.
Mitarbeitende werden präzise beim Kommissionieren geführt, wodurch Fehler nahezu ausgeschlossen werden.
Alle Lagerbewegungen werden digital gesteuert, Bestände in Echtzeit abgebildet und Materialflüsse intelligent koordiniert.
Bei der festen Automatisierung laufen Prozesse immer nach exakt vorgegebenen Abläufen ab. Dieses Form der Automatisierung eignet sich besonders für hohe Stückzahlen identischer Produkte, wie etwa das Fließband in der Automobilproduktion, bei dem jede Station immer die gleiche Aufgabe erledigt.
Systeme lassen sich für verschiedene Produktvarianten gezielt umstellen. Typische Beispiele sind CNC-Maschinen, die unterschiedliche Bauteile fertigen oder SPS-gesteuerte Produktionslinien, die zwischen mehreren Produktreihen wechseln können, ohne dass die Hardware verändert werden muss.
Maschinen passen sich dynamisch an wechselnde Produktionsbedingungen an. In einer robotergestützten Fertigung mit Bildverarbeitung erkennen Roboter unterschiedliche Produktvarianten automatisch, greifen und montieren diese korrekt und können so schnell auf neue Anforderungen reagieren.
Alle Produktionsprozesse werden miteinander vernetzt und gesteuert. So entsteht eine durchgängige Automatisierung über die gesamte Wertschöpfungskette, von der Materialbeschaffung über Lagerung und Fertigung, bis zum Versand.
Die intelligente Automatisierung baut auf den klassischen vier Typen auf und ergänzt sie durch Künstliche Intelligenz. So können Systeme aus Produktionsdaten lernen, Abläufe selbst optimieren und Wartungen rechtzeitig planen. Praktische Beispiele sind Predictive Maintenance, bei der Maschinen erkennen, wann Teile ausgetauscht werden müssen, oder Fertigungssysteme, die ihre Abläufe automatisch anpassen.
Die Automatisierung von Prozessen lohnt sich aus vielen Gründen, die weit über die reine Kosteneinsparungen hinaus gehen. Denn durch den gezielten Einsatz moderner Technologien lassen sich Fertigungs- und Logistikabläufe schneller, präziser und ressourcenschonender gestalten. Im Vergleich zum Menschen können Maschinen und Systeme rund um die Uhr arbeiten – ohne Pausen, Urlaub oder Ermüdung, wodurch die Produktivität deutlich steigt. Gleichzeitig sorgt die Automatisierung für eine gleichbleibend hohe Qualität, da Abläufe präzise und wiederholbar ablaufen und Fehlerquoten spürbar reduziert werden.
Darüber hinaus sorgt Automatisierung für mehr Transparenz und Kontrolle. Denn alle Prozessschritte werden automatisch erfasst, protokolliert und können jederzeit eingesehen werden. So erkennen Unternehmen zeitnah, wenn etwas nicht nach Plan läuft und können schneller reagieren. Gleichzeitig lassen sich die gesammelten Daten nutzen, um Prozesse kontinuierlich zu verbessern und effizienter zu gestalten. Dadurch werden Unternehmen flexibler, können schneller auf Marktveränderungen reagieren und Innovationen effizient umsetzen – ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Bei der Teilautomatisierung werden nur einzelne Schritte eines Prozesses automatisiert, während andere weiterhin manuell ausgeführt werden. So können Unternehmen bereits Effizienzgewinne erzielen, ohne die gesamte Produktions- oder Logistikkette umzustrukturieren. Dahingegen bedeutet Vollautomatisierung, dass ein kompletter Prozess automatisiert abläuft. Vollautomatisierte Systeme arbeiten rund um die Uhr, minimieren Fehler und ermöglichen eine durchgängige Prozesskontrolle.
Grundsätzlich geht es darum, mit möglichst geringem Aufwand maximale Leistung zu erzielen. Durch Automatisierung lassen sich Abläufe beschleunigen, Durchlaufzeiten verkürzen und Kapazitäten optimal ausnutzen.
Qualität und Stabilität sollen unabhängig von Faktor Mensch gewährleistet sein. Wiederholbare, präzise Abläufe reduzieren Fehlerquoten und erhöhen die Zuverlässigkeit der Produktion.
Systeme sollen sich schnell an wechselnde Anforderungen anpassen können. Beispielsweise können Fertigungsanlagen unterschiedliche Produktvarianten verarbeiten und so schnell auf Änderungen reagieren.
Mitarbeiter, Energie und Material sollen sparsam eingesetzt werden. Automatisierung hilft dabei, aus den gegebenen Ressourcen, das Maximum herauszuholen, z. B. den Verbrauch zu reduzieren und den Abfall zu minimieren.
Daten werden in Echtzeit erfasst, analysiert und dazu genutzt, um Entscheidungen zu verbessern. Auf Basis der vernetzten Systeme können selbst gesteuerte Abläufe erst stattfinden, wie z. B. Predictive Maintenance.
Durch automatisierte Prozesse können Unternehmen Innovationen schneller umsetzen, schneller auf den Markt reagieren und sich gegenüber Mitbewerbern abheben.
Jetzt anmelden zur Expert-Info:
Diese Website verwendet Cookies zur Analyse und Marketingzwecken (Google Analytics, Meta Pixel, Linkedin Insight Tag, XING, Hubspot, Google Ads). Sie können auswählen, welche Kategorien Sie erlauben. Die Einwilligung umfasst eine Datenübertragung in Drittstaaten (z. B. USA). Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen, bzw. Ihre Datenschutzeinstellungen ändern. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzinformation.
